Standregeln

Schießanlagenordnung

1.

Grundlage der zwischen den Vertragsparteien nachstehend getroffenen Vereinbarungen sind die Sportordnung, des BDMP / DSU / DSB / BDS / BHDS in der jeweils gültigen Fassung oder individuelle Vereinbarungen zwischen Nutzer und Betreiberin, die dem Nutzer bekannt sind. Es darf nur nach den sportlichen Regeln des BDMP / DSU / DSB / BDS / BHDS oder den individuellen, gesetzlich zulässigen Vereinbarungen zwischen Nutzer und Betreiberin, geschossen werden.

2.

Jeweils vor Beginn der Schießanlagennutzung besichtigt der Nutzer die Schießanlage und meldet vorgefundene Schäden vor Beginn an die Betreiberin. Zudem sind in dem ausliegenden Schießbuch Datum, Beginn und Ende des Schießens sowie die Standaufsicht, Schießleiter und die Namen der Schützen an diesem Schießtag einzutragen.

3.

Dem Nutzer ist es zum Schutz seines Lebens und der körperlichen Unversehrtheit untersagt, die Schießanlage allein zu nutzen. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass während der Nutzung der Schießanlage mindestens eine weitere Person, welche kein Schütze sein muss, sich in Sicht- und Rufweite befindet.

4.

Der Nutzer hat dafür zu sorgen, dass nur Schützen auf dem Stand schießen, die entweder Mitglied eines eingetragenen Schießsportverbandes sind oder Gastschützen, welche ausreichend über das Verhalten beim Sportschießen unterrichtet sind und besonders von dem Nutzer überwacht werden.

5.

Der Nutzer ist dafür verantwortlich, dass die Schützen nur mit Waffen schießen, die in einer WBK eingetragen sind und nur mit Munition schießen, die auf dem Stand zugelassen und durch Aushang am Schießstand bezeichnet ist. Die Lagerung von Waffen und Munition auf dem Schießstand und in den Nebenräumen ist außerhalb des Schießbetriebes nicht erlaubt.

6.

Gemäß der Vorschriften der in Ziffer 1. der benannten Verbände (Sportordnung, Sporthandbuch, Schieß- und Standordnung usw.) ist der Nutzer verpflichtet, eine Standaufsicht und einen Schießleiter zu stellen, welche die vom BDMP / DSU / DSB / BDS / BHDS geforderten Voraussetzungen erfüllen muss. Der Nutzer stellt den Schießbetrieb während der vereinbarten Nutzungsdauer eigenverantwortlich sicher und sorgt dafür, dass der Schießbetrieb während der Nutzungsdauer von mindestens einer verantwortlichen und handlungsbevollmächtigten Person beaufsichtigt wird. Die Standaufsicht ist verpflichtet, den ordnungsgemäßen Schießablauf nach den einschlägigen Bestimmungen des BDMP / DSU / DSB / BDS / BHDS zu beaufsichtigen und ist dafür verantwortlich. Der Nutzer übermittelt der Betreiberin vor Beginn der Nutzung eine Liste mit den Namen und Adressen der verantwortlichen Aufsichtspersonen. Die personelle Organisation der Ersten Hilfe stellt der Nutzer für die Nutzungsdauer sicher.

7.

Die Betreiberin oder deren Bevollmächtigte sind berechtigt, die auf den Schießstand mitgebrachten Waffe, Munition und Dokumente zu kontrollieren. Betreiberin und deren Aufsichtspersonal sind berechtigt, gemäß den oben genannten Vorschriften auf dem Schießstand Kontrollen vorzunehmen und evtl. Standverbote auszusprechen.

8.

Der Nutzer verpflichtet sich, nur Sportgeräte zu benutzen, die den Regeln der Sportordnung entsprechen. Die für den Stand zugelassenen Waffen sind durch Aushang am Schießstand bezeichnet. Treten während des Schießbetriebes Gefahren oder Schäden auf, ist der Schießbetrieb sofort einzustellen oder einzuschränken. Besondere Vorkommnisse an Waffen und Munition und alle Unfälle sind der Betreiberin umgehend zu melden und im Schießbuch einzutragen.

9.

Der Nutzer erkennt durch diese Schießanlagenordnung die behördlichen Auflagen für Schießstände an. Bei der Nutzung des Schießstandes sind die Vorschriften des jeweils geltenden Waffengesetzes insbesondere hinsichtlich des Gebrauchs von Schusswaffen/Munition und des Schießens von Kindern und Jugendlichen unbedingt einzuhalten. Die im Schießstand ausgehängte Schießanlagenordnung ist Bestandteil des Nutzungsvertrages und wird mit dem Abschluss des Nutzungsvertrages anerkannt und beachtet.

10.

Der Mieter ist für die Sauberkeit auf dem angemieteten Schießstand verantwortlich. Gesäubert werden muss nach jedem Schießen der gesamte Raum vor und mindestens 10 m hinter der Brüstung.

Sollte die Betreiberin starke Verunreinigungen selbst entfernen lassen müssen, sind die dafür anfallenden Kosten von dem Nutzer zu tragen.

11.

Falls der Nutzer oder ein anderer von ihm mitgebrachten Schießstandnutzer das Inventar des Schießstandes beschädigt, werden ihm Reparatur- und Erneuerungskosten ihm in Rechnung gestellt. Dieses gilt für jegliche Schäden, je nach Beschädigung auch über die im Aushang bekannt gemachten Pauschalen hinaus.

Die Schießanlage wird per Videokamera überwacht. Im Falle von Schäden kann der Verursacher per Videoauswertung festgestellt werden.

Die Pauschalen betragen für jeden einzelnen Boden-, Wand- und Deckentreffer:
– Bei Selbstanzeige des Verursachers: 15,00 EUR
– Bei Ermittlung des Verursachers mit Videoauswertung: 300,00 EUR

Über die Pauschale hinaus entstandene Mehrkosten werden nachberechnet. Dem Mieter bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder nur ein geringerer Schaden entstanden ist.

12.

Das Verkeilen von Türen, insbesondere von Fluchttüren ist zwingend zu unterlassen. Wird eine Fluchttür geöffnet, erhält die Betreiberin eine entsprechende Information. Kosten für Maßnahmen die durch unbefugtes Öffnen bzw. Verkeilen der Fluchttüren von der Betreiberin veranlasst werden müssen, gehen zu Lasten des Nutzers.

13.

Die Beaufsichtigung der vertraglichen Vereinbarungen erfolgt durch das von dem Nutzer gestellte Aufsichtspersonal. Dessen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. Verstößt ein Schütze gegen die Nutzungsbedingungen und diese Schießanlagenordnung, kann er mit einem längerfristigen bis vollständigen Standverbot belegt werden. Über diese Maßnahme wird der Nutzer benachrichtigt und er hat dafür zu sorgen, dass der Schütze in dieser Zeit den Stand nicht mehr betritt. Die Einhaltung dieser Vorschrift kann, notfalls unter Einschaltung der Ordnungsbehörden, erzwungen werden.

14.

Sollten sich die gesetzlichen und behördlichen Auflagen für die Schießstände ändern, wird der Nutzer darüber sofort informiert. Diese Änderungen gelten ab dem Tag der Information und sind vom Nutzer zu beachten und werden automatisch Bestandteil des Nutzungsvertrages bzw. dieser Schießanlagenordnung. Der Nutzer hat die dann gültigen Auflagen seinen Schützen unverzüglich mitzuteilen und ist dafür verantwortlich, dass diese Auflagen von den Schützen eingehalten werden.